Kultur predigen – Schnaps saufen

Als aller erstes möchte ich darauf hinweisen, dass dieser Artikel nicht dazu gedacht ist eine oder mehrere Religionen schlecht zu machen oder irgendwie sonst zu verunglimpfen. Ich möchte lediglich etwas auf das leidige Thema eingehen und meine Verwunderung zum Ausdruck bringen.

Immer wieder kann man es in vielen deutschen Städten sehen und erleben – Religionsmissbrauch. Es wird immer alles so wunderbar sprichwörtlich in den Himmel gehoben und Toleranz und Liebe gepredigt. Auf der einen Seite stehen dann die Menschen die an nichts glauben als an sich selbst und die Religionen mit ihren Göttern. Es gibt viele Beispiele die man anführen könnte.

Beginnen wir doch mal mit der so oft und so gern verachteten Jugendkultur. Viele Jugendliche fühlen sich zur Kirche hingezogen, sei es dahin gestellt ob katholisch oder anders, und leben mit diesem Glauben und den “Regeln”. Gehört es auch zu den Regeln, dass jugendliche Mädchen und Jungen missbraucht werden? Was sagt denn die Bibel, der Vatikan oder führende geistliche dazu? NICHTS! Es wird versucht das ganze totzuschweigen. In der Presse heißt es dazu: “Hierbei handelt es sich um einen tragischen Einzelfall.” Aha, 10 Mädchen und Jungen derart zu misshandeln ist also ein Einzelfall? Immer wieder kommen Fälle ans Tageslicht weil sich die Opfer zum Glück irgendwann trauen darüber zu reden. Und die Dunkelziffer ist vermutlich noch weitaus Höher als wir alle denken. Und sowas gehört wohl zu keiner Religion einfach lapidar dazu. Aber was wird dagegen getan? Genauso wenig!

Alternativ dazu haben wir jugendliche die sich mit einem Kreuz schmücken und vermutlich oft gar nicht wissen was es für Bedeutungen haben kann. Oder sie wissen um die Bedeutung und pochen auf ihre Religion. Beobachtet man diese jugendlichen dann abends in der Diskothek oder einer Bar, besaufen sie sich hemmungslos und machen wild rum. Alles kein Thema, wir waren alle jung. Aber warum pocht man dann so auf seine Religion wenn man diesen Ausschweifungen dann freien Lauf lässt? Man beügt sich dabei doch vor allem selbst. Da wären wohl auch die sexuellen Ausschweifungen zu erwähnen, wobei ich da niemals alle über einen Kamm scheren will die einmal sagten, sie würden bis zur Ehe warten. Aber die berühmten “Einzelfälle” beweisen auch hier, dass Religion oft nur vorgeschoben wird.

Sehr gern bringe ich auch die Beobachtung einer Diskussion mit ein, welche ich schon des Öfteren machen durfte. Berlin hat viele Migranten in sich vereint. Wer weiß schon wie viele Völker in Berlin zusammentreffen. Eine Fahrt in der U-Bahn: Ein Herr mittleren Alters hat eine Tasbih (oder auch Masbaha), also sozusagen einen Rosenkranz für nicht Christen. ;-) Er sitzt dort oder steht an der Tür der Bahn und betet fleißig von Perle zu Perle ganz still für sich allein. Dann steigen irgendwann ein paar hübsche junge Mädels mit gut geschnittenen Hosen und Oberteilen ein. Im Idealfall sogar mit einem sehr ansehnlichen Ausschnitt und oder einem Rock. Und ehe man sich versieht ist die Gebetskette verschwunden und die Mädels fixiert. Da unterbricht man wegen so etwas wichtigem also seine so geliebte Religion, um lieber sabbernd dort zu stehen und die Mädels schon fast zu fressen? Ähnliches Beispiel wieder mit einem Herren oder auch mal mehreren. Bahnfahrt irgendwohin. Plötzlich wird das Gebet oder die Plauscherei unterbrochen und es geht ein Flachmann herum. Sicherlich sagen die Profis direkt, dass Alkohol nicht konkret im Koran verboten ist. Dies stimmt auch, dennoch wird er oft wie folgt beschrieben:

  • “Alkohol ist hinderlich beim Gebet”
  • “Alkohol ist ein Satanswerk und lässt vornehmlich Feindschaft und Hass aufkommen.”

Andererseits wird im Paradies auch ein Strom von Wein vorausgesagt und trotzdem verwehren sich viele Rechtsgelehrte im Islam dem Alkohol. Sicherlich nicht schlecht, aber wieder sehen wir irgendwelche “Halbgläubigen”, so will ich es mal bezeichnen. Daher auch der Titel dieses Beitrags.

Noch ein kleines Beispiel. Öfter kocht das Thema ‘Kopftücher’ hoch. Erst war es eine Lehrerin die damit nicht unterrichten durfte, dann Schülerinnen die es in der Schule dann doch nach hin und her tragen durften. Soviel zur “freien Religionsausübung” im deutschen Grundgesetz (Art. 4).

  1. Die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses sind unverletzlich.
  2. Die ungestörte Religionsausübung wird gewährleistet.

Aber, wenn die Haare dem Mann vorbehalten sein sollen, mit dem die Frau eine Ehe oder Partnerschaft führt, warum tragen die jungen Mädels dann Kopftücher und Miniröcke oder laufen sonst wie freizügig rum? Ist sicher wiedererwartend nicht geregelt was sie anziehen sollen? Glaub ich weniger. Das ist doch auch mehr als scheinheilig. Kopftuch damit niemand die schönen Haare sieht, aber Hotpants oder enge Hosen wo der String überm Hosenbund vorblitzt. Sehr zweifelhaft das Ganze. Als Ausrede kommt und gilt dann bestimmt auch, dass es ja nur solche Kleidung in Läden gibt. Ist klar…

Ebenso wird immer verlangt, dass die ganze Welt so richtig schön Weltoffen ist und den Islam mit offenen Armen empfängt. Machst du das nicht, bist du gegen den Islam und gleich der Böse. Andererseits sollte mal jemand versuchen in der Türkei oder anderswo eine Katholische Kirche oder ähnliches zu errichten. Entweder tragen sie dich direkt bis zum nächsten Dorfplatz zum steinigen, werfen dich ins Meer und du kannst nachhause schwimmen oder aber sie lassen dich ziehen und fackeln das Ding am Ende lieber so ab. Viel bleibt da nicht. Das ist dann also auch Weltoffen und Pro Freie Religion? Aha.

Wen aber haben wir hier bei der Schelte denn total vergessen? Die Zeugen Jehovas, genau. Dazu fällt einem doch wirklich nicht mehr ein als “Sekte”, oder? Bei den jungen Leuten können sie wirklich schwer landen. Bei den eingefleischten Zeugen wirkt aber alles Wunder. Glaube in allen Ehren… Aber keine Bluttransfusionen, keine Medikamente, keine Fremden? Darf man einer solchen Organisation wirklich freie Hand lassen? Das ist doch fast schon Mord, wenn es wirklich um schwere Krankheiten oder Unfälle geht! Dann, ihre Bekehrungsaktionen an der Haustür oder die Spendensammlerei zu gern bei älteren Menschen die irgendwann weich gequatscht werden. Ist das alles so rechtens? überall wird ein gesetzlicher Riegel vorgeschoben, aber warum nicht dort?

Mein Fazit: Es wird vom Islam und der Kirche immer Toleranz vorausgesetzt und hart eingefordert. Selbst ist man aber keinesfalls dazu bereit auch nur eine Handbreit nachzugeben und andere Formen von Religion oder gar “nicht-Glaube” zu akzeptieren. Bestes Beispiel für die Intoleranz der einzelnen Religionen sind die Mohammed Karikaturen oder die Irrwitzige Aktion gegen Kondome in Afrika. Am Ende ist aber nicht der Glaube entscheidend, sondern der Mensch dahinter. Der Mensch ist bis heute, egal wo auf der Welt, meist sowas von Intolerant anderem gegenüber, dass wir wohl nie gänzlich Ruhe auf der Welt haben werden.

Autor: Toxic
Datum: Mittwoch, 1. Juli 2009 13:19
Trackback: Trackback-URL Themengebiet: Gesellschaft, Religion

Feed zum Beitrag: RSS 2.0 Diesen Artikel kommentieren

Kommentar abgeben